Die Geschichte der Entwicklungsgesellschaft
Eine Entwicklungsgesellschaft für Gummersbach: dass die dringend notwendig war, zeichnete sich bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs ab. Viele Häuser im Stadtgebiet waren zerstört und wie im ganzen Oberbergischen Land strandeten auch in Gummersbach Flüchtlinge und Vertriebene, die kaum mehr besaßen, als die zerschlissene Kleidung, die sie am Leib trugen.
Die Stadt bemühte sich nach Kräften genügend Bauflächen für ihre Bürger und die Neuankömmlinge bereit zu stellen und war dieser Aufgabe zunächst auch gewachsen. Die Bevölkerungszahl aber stieg stetig an, der Wohlstand wuchs. Ende der 50er Jahre kam es erneut zu Engpässen. Die Einkommensverhältnisse hatten sich verbessert, die Rufe nach größeren, komfortableren, vor allem aber „eigenen“ Wohnräumen wurden immer lauter.
Die Probleme waren programmiert. Die große Nachfrage nach Baugrundstücken konnte im bestehenden Stadtgefüge nicht ausreichend erfüllt werden. In den neuen Stadtteilen, Hepel, Rospe, Reininghausen, Steinenbrück, Steinberg und anderen Siedlungsbereichen war der Bedarf nicht zu decken. Also wichen die Bauwilligen auf die kleinen Außenortschaften aus.
Dort zog der Siedlungsdruck unlösbare Schwierigkeiten nach sich. Adäquate Erschließung war nicht möglich, die Infrastruktur war mangelhaft, und außerdem drohte schon bald der Verlust der dörflichen Strukturen.
Um die Gefahr ungeordneter und schlecht versorgter Siedlungsflächen zu bannen, beschloss die Stadt 1962, ein zusammenhängendes Baugebiet zu erschließen. Es sollte so nah wie möglich am Stadtzentrum, aber auch an den weiterführenden Schulen, den Arbeitsstätten, den kulturellen wie den sportlichen Einrichtungen entstehen. Bernberg erfüllte alle Voraussetzungen.
Um das Siedlungsprojekt, für Gummersbach eine große Herausforderung, zügig voran treiben zu können, gründete die Stadt am 21. November 1963 in Kooperation mit der Westdeutschen Landesbank-Giro-Zentrale die Entwicklungsgesellschaft Gummersbach mbH. Die neue Gesellschaft nahm das Heft in die Hand und realisierte das Großprojekt im Auftrag der Stadt.
Im Laufe der Jahre nahm das Aufgabenfeld immer größere Ausmaße an. Zur Erschließung von Wohnbauflächen kam 1984 die der Gewerbegebiete hinzu. In Windhagen entsteht zurzeit ein exklusives Wohngebiet, vorwiegend für Einfamilienhäuser. Die Wohnbau-Projekte in Bernberg, Berstig, Vollmerhausen-Gostert, Niederseßmar-Obere Karhelle und Niederseßmar-Kalkschlade sind bereits abgeschlossen oder fast vollendet. Sie spiegeln die Leistungsfähigkeit und das facettenreiche Aufgabenspektrum der Entwicklungsgesellschaft ebenso wie die Gewerbegebiete, die in Windhagen-Ost und –West inzwischen entstanden sind.
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